Montag, 5. November 2012

Der Queen Charlotte Sound


benannt nach der aus Deutschland stammenden Herzogin zu Mecklenburg, der Frau von König Georg III. von England – geb. 17. Mai 1744 (wie gut das man Internet hat).

Die Entscheidung, heute die Tour durch den QCS mit dem Boot zu machen, war goldrichtig. Nur sechs Passagiere an Bord und individuelle Reisebegleitung durch unseren eigenen „Cpt. Cook“. Mit uns waren noch ein australisches Paar, eine Holländerin und eine Italienerin an Bord. Pünktlich um 9 Uhr wird abgelegt, kurze Sicherheitsunterweisung wo die Schwimmwesten liegen – das war‘s. Unterwegs gibt’s Delphine zu beobachten, die hier ständig im Sound leben. Mit einer Länge von ca. sechs Metern sind sie unheimlich wendig und folgen dem Boot eine Weile, schwimmen sogar zwischen den beiden Schrauben des Doppelrumpfbootes in gleicher Geschwindigkeit mit – phantastisch anzusehen. Zum Abschluss noch einen Salto fürs Foto – aber das kam zu unverhofft für mich. Zwischendurch immer mal wieder Kormorane, oder andere Wasservögel und wir haben unseren ersten kleinen Pinguin gesehen!

Unser erster Stopp ist die Stelle, an der der historische Captain Cook mit seiner Endeavour im Jahr 1770 gelandet ist und die englische Fahne in den Sand steckte, um die Insel dem englischen Königreich zu sichern: Ship Cove genannt.
Ein unscheinbares Monument, unser „Cpt. Cook“ nennt es sogar very terrible.
Dort steigen die vier anderen Mitreisenden aus, das Gepäck bleibt seltsamerweise an Bord-????-
Bei den nächsten Stopps wird klar warum: dort wird das Gepäck, schön beschriftet wie beim einchecken im Flugzeug, entsprechend der „tracking-route“ ausgeladen, um es dann von den Wanderern wieder in Empfang zu nehmen, weil dort eine Übernachtung in einem Backpacker, einer Lodge oder in einem eigenen Zelt (die Holländerin!) ansteht. Vom Ship Cove, dem Startpunkt, sind das immerhin Strecken von vier bis acht Stunden Gehzeit – minimum!



Warten auf’s Gepäck



Beim Anlegen freuen sich die Menschen vom Sound auf einen kleinen „Schnack“ mit dem Captain.

Obwohl nur noch wir beide an Bord sind, hat er uns viele Informationen über Land, Leute, Vegetation und die Tierwelt gegeben.
Beim letzten Halt wird eine Familie aus Malaysia an Bord genommen, die ein paar Tage Urlaub bei Freunden gemacht haben, die hier im Sound ein Ferienhaus haben. Sie müssen zur Fähre nach Picton zurück. Das war also eher eine Art Busreise ohne feste Haltepunkte – mit einer Ausnahme: er verließ schon mal den Steuerstand und kam zu uns ans Heck um etwas zu erklären.(das hätte mal Andy B. machen sollen mit seinem Bus).
Trotz unserer „miserablen“ Englischkenntnisse kamen wir heute mit allen an Bord schnell ins Gespräch, HG ist durch den Englischkurs klar im Vorteil, aber auch ich bin ganz erstaunt, dass die grauen Zellen die abgespeicherten Kenntnisse wieder ganz gut aktivieren können. (Bei der Gelegenheit hier einen Gruß an die „English People“ von Chris beim VHS-Kurs in Vellmar).

Zurück in Picton ging‘s wieder auf die Piste in Richtung Kaikoura, der vorletzten Etappe in NZ.
Grandios ist schon das Panorama des Städtchens am dunkelgrünen Meer und vor den aufragenden schneebedeckten Kaikoura Ranges, mit 2885m der höchste Berg Neuseelands außerhalb der Southern Alpes.


Da Langusten zur kulinarischen Spezialität von Kaikoura gehören (nicht umsonst heißt „Kaikoura“ in der Maori-Sprache „Mahl von Langusten“) und wir noch nie welche gegessen haben, haben wir diese gleich an einem Strandimbiss genossen.

1 Kommentar:

  1. Hallo Ihr zwei, ich war die letzten Tage etwas sehr eingespannt, ihr erninnert vielleicht noch wie das früher mal war, wir Jüngeren nennen das Arbeiten, da muss man jeden Tag hin, aber Ihr werdet das sicher nicht ernnnern, ist zu lang her und am anderen Ende der Welt.

    Danke für Eure Gebgrüße und Wünsche.
    Mit dem Spruch für diesen Monat aus dem Korintherbrief: "Wir sind der Tempel der lebendigen Gottes", verabschiede ich mich.

    Liebe Grüße
    Dieter



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