Mittwoch, 28. November 2012

Von Karuah nach Cessnock (28. November)


Wie so oft machen wir uns schon in der Frühe auf die Weiterreise. Der Regen von gestern hat eine Wolkendecke hinterlassen und es sind morgens nur noch 21 Grad. Unser erstes Ziel ist Port Stephens, eine wunderschöne Bucht, deren größter Ort Nelson Bay an der östlichen Landspitze liegt. Auf der Nordseite, das sogenannte „stillwater“, auf der Südseite der Pacific mit idealen Voraussetzungen zum Surfen (natürlich nicht für uns!).
Die heutigen Strände sind One Mile Beach mit feinstem weißen Sand und Anna Bay, in dessen Hintergrund sich die schönen Worimi Conservations Lands erheben. Mit einer Ausdehnung von 35 km
sind dies die längsten Wanderdünen auf der südlichen Halbkugel. Echt sehenswert!
Dieses Land wurde 2001 den Worimis (Aborigines) zurückgegeben, die zustimmten, dass es für Besucher zugänglich ist. Das Gebiet wird jetzt von ihnen gemeinsam mit dem National Park Wildlife Service verwaltet.




Für unser heutiges Ziel – Cessnock, die Hauptstadt des Weinanbaugebietes „Hunter Valley“ – haben wir eine eigene Route zusammengestellt, die in keinem Reiseführer erwähnt wird.
So sieht es also normalerweise aus: in den „Städten“ stehen neben schmucken Anwesen halbverfallene Farmerhäuser, auf dem Lande zeugen schmiedeeiserne Tore an der Straße davon, dass da im Hinterland noch irgendwo ein Haus sein muss.
In Maitland, einer Kleinstadt, stehen noch schöne alte Häuser in der Fußgängerzone vom Ende des vor-vorigen-Jahrhunderts. Aber auch hier mit Billigläden und Supermärkten bestückt – oder leerstehend.



Auf dem Campingplatz in Cessnock fragen wir nach der nächsten Weinkellerei, um wenigstens mal einen Wein hier vor Ort zu probieren. Man gibt uns eine Karte, der nächste Winzer „ist gleich um die Ecke, aus dem Tor raus und links, 5 Minuten“. Dann mal gleich zu Fuß los. Nach einem Kilometer Fußmarsch immer noch nichts in Sicht. Also wieder zurück, da stimmt doch was nicht. Adresse ins Navi eingegeben: es sind 6 Minuten mit dem Auto dorthin. Das hier jemand zu Fuß geht, damit rechnet wohl keiner.
Dann trinken wir heute doch wieder den Wein aus dem eigenen Weinkeller (Kühlschrank).

1 Kommentar:

  1. Hallo Ihr Weltenbummler,

    hier in Bayern können wir leider mit keinen weißen Sandstränden dienen - allerdings haben wir seit heute eine schöne weiße Winterlandschaft, auch nicht schlecht oder?
    Also stellt Euch schön langsam auf andere Temperaturen als bisher ein und packt vorsichtshalber Eure "roten Zipfelmützen" ins Handgepäck.
    Wir wünschen Euch für die verbleibende Zeit noch viel Spaß und sind schon gespannt was Ihr noch alles zu Erzählen habt.

    Bis die Tage

    Ursula und Thomas


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