Samstag, 20. Oktober 2012

Otega Peninsula


Wir haben Glück und müssen keine drei Wochen warten, heute morgen scheint wieder die Sonne. Wir bleiben in der Nähe von Duniden und machen uns auf zur Halbinsel Otega, auf der es eine Beobachtungsstation für Royal Albatrosse gibt. Der Weg dorthin führt ca. 30 Kilometer über eine kurvige und enge Küstenstraße ohne eine Leitplanke zum Meer hin. Ich sitze zum Glück auf der Innenseite zur Straßenmitte hin. Der Mitfahrerin geht es da schlechter!

Wir schließen uns dort einer Führung (natürlich in Englisch) an, die uns über die Lebensweise der Royal Albatrosse – die es nur hier und sonst nirgendwo auf der Welt gibt – aufklärt. Wer weiß schon, dass diese Albatrosse über 60 Jahre alt werden können, dass sie alle 4 Jahre mal zur Brut hier nach Neu Seeland in ihre Heimat kommen, ansonsten rund um den Südpol fliegen und sich dabei niemals an Land aufhalten? Echte Weltenbummler also! 

Von Nahem konnten wir einen Brutplatz beobachten und wie die Albatrosse, mit eine Spannweite von über 3 Metern, sich an der Steilküste – heute bei geschätzter Windstärke 8 – in der Luft aufhielten und nach Nahrung suchten. Sie schweben und gleiten elegant durch die Lüfte, wirklich königlich!
Am Ende stellte sich heraus, dass die Rangerin, nachdem sie uns auch mal auf Deutsche ansprach,  seit acht Jahren auf Neu Seeland lebt und aus Bremerhaven kommt. (da hätten wir uns das schwierige Übersetzen doch sparen können!).

Auf dem Rückweg von der Halbinsel haben wir Rast am Alans Beach gemacht. Geparkt haben wir unter Kiefernbäumen , sind dann 100 m weiter über eine saftige Almwiese gegangen und standen dann unmittelbar in den Dünen, wo nach ein paar Metern ein riesiger Seehund faul seinen Mittagsschlaf machte und unseren Adrenalinspiegel schon ein wenig in die Höhe trieb.



Störe meine Kreise nicht!

Faszinierend, diese unterschiedlichen Landschaftsformen so nah beieinander.
Anschließend wollten wir noch an der Sandfly Bay vorbei, wo es am Nachmittag den Heimweg der Yellow-Eye-Pinguine zu ihren Landbehausungen zu beobachten gilt und um hier auch unser Nachtquartier beziehen. Leider haben wir den Campingplatz nicht gefunden und so sind wir weiter gezogen Richtung Süden und am Nugget Point gelandet.
Hier gibt es zwar kein Gold, aber am Strand ziehen hier die Seelöwen ihre Jungen groß und liegen dabei auch noch faul am Strand. Auf einem steilen Landvorsprung thront 133 m über dem Meer ein Leuchtturm, ein wunderbares Bild.

Der Leutturm am Nugget Point


Auf einem Stellplatz unmittelbar am Meer ist für heute Schluss. Kein Mensch ist um uns herum.



2 Kommentare:

  1. Hallo Ihr Lieben, hört sich ja alles spannend und
    interessant an.... da werdet Ihr sicherlich kein Heimweh haben.
    Bei uns ist es aber heute auch ganz passabel,
    Sonnenschein und 23°.
    Habt noch eine gute Zeit und haltet uns weiter auf dem Laufenden liebe Grüße aus Kassel
    Marion

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  2. Hallo Ihr Lieben, das sind ja spannende Berichte. "I'm staying here" hat mir doch fast am besten gefallen :-) Die Eindrücke, die Ihr sammelt, müssen ja wirklich überwältigend sein. Bleibt weiter am Ball! Liebe Grüße aus dem fast schon sommerlichen Kassel
    Ruth

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